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Joint Guide: Zubehör, Drehen, Aufbewahrung und Tipps

Joint Guide: Zubehör, Drehen, Aufbewahrung und Tipps
Maryna K.
Autor

Maryna K.

Engagiert sich als Cannabis-Expertin für die gesellschaftliche Akzeptanz der Pflanze und räumt mit alten Mythen und falschen Vorstellungen auf.

Ein Joint besteht aus Paper, einem Filter oder Tip und Cannabis. Wer einen Joint selbst drehen möchte, braucht nur wenige Utensilien. Besonders wichtig sind eine passende Konsistenz des Cannabis, eine gleichmäßige Verteilung und die richtige Größe des Papers.

Inhalt

  1. Wie ist ein Joint aufgebaut?
  2. Was braucht man zum Drehen eines Joints?
  3. Welche Papers eignen sich für Joints?
  4. Filter, Tip oder Aktivkohlefilter – was ist der Unterschied?
  5. Welche Konsistenz sollte Cannabis haben?
  6. Joint drehen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
  7. Wie viel Cannabis kommt in einen Joint?
  8. Warum wird ein Joint manchmal ungleichmäßig?
  9. Häufige Fehler beim Drehen
  10. Joint selbst drehen oder Pre-Roll?
  11. Joints richtig aufbewahren
  12. Joints und die rechtliche Einordnung in Deutschland 

Aufbau eines Joints mit Paper, Filter und Cannabis

Wie ist ein Joint aufgebaut?

Ein Joint ist eine aus Paper gerollte Form, die mit Cannabis gefüllt wird. Ein Joint kann selbst gedreht oder bereits fertig als sogenannter Pre-Roll angeboten werden.

Was braucht man zum Drehen eines Joints?

Für das Drehen eines Joints werden nur wenige Utensilien benötigt:

Zubehör

Funktion

Paper

bildet die äußere Hülle

Filter oder Tip

stabilisiert das Ende des Joints

Cannabis

bildet die Füllung

Grinder

hilft dabei, Cannabis gleichmäßig zu zerkleinern

Rolling Tray

bietet eine saubere Unterlage für Cannabis und Zubehör

Aufbewahrungsbehälter

schützt vorgedrehte Joints

Paper, Filter und Cannabis gehören zur Grundausstattung. Grinder und Rolling Tray sind optional, können die Vorbereitung aber erleichtern.

Welche Papers eignen sich für Joints?

Die Größe des Papers beeinflusst, wie einfach sich ein Joint drehen lässt und wie viel Cannabis hineingegeben werden kann.

Regular Papers sind kompakt und benötigen vergleichsweise wenig Cannabis. King-Size-Papers bieten mehr Platz und eignen sich für längere Joints.

Sehr dünne Papers sind flexibel, können für Anfänger aber etwas schwieriger zu handhaben sein.

Wer noch wenig Erfahrung mit dem Drehen hat, sollte zunächst ein Paper wählen, das sich gut greifen und formen lässt. Ein sehr großes Paper mit wenig Cannabis ist ebenso schwierig zu rollen wie ein kleines Paper, das zu stark gefüllt wurde.

Filter, Tip und Aktivkohlefilter für Joints im Vergleich

Filter, Tip oder Aktivkohlefilter – was ist der Unterschied?

Ein klassischer Tip besteht meistens aus festem Papier oder Karton. Der Tip stabilisiert das Ende des Joints und erleichtert das gleichmäßige Drehen.

Ein Aktivkohlefilter ist bereits fertig geformt und enthält Aktivkohle. Durch seine feste, zylindrische Form kann ein Aktivkohlefilter beim Drehen gleichzeitig als stabile Orientierung dienen.

Für die Rolltechnik ist besonders wichtig, dass die Breite des Filters zur Breite des Papers passt. Ein sehr breiter Filter in einem schmalen Paper erschwert eine gleichmäßige Form.

Welche Konsistenz sollte Cannabis haben?

Gleichmäßig zerkleinertes Cannabis lässt sich deutlich leichter innerhalb des Papers verteilen.

Sehr große Stücke können Unebenheiten verursachen. Wird Cannabis dagegen extrem fein zerkleinert, kann es leichter aus dem Paper herausfallen.

Ein Grinder hilft dabei, eine möglichst gleichmäßige Struktur zu erzeugen.

Auch die Feuchtigkeit spielt eine Rolle. Sehr trockenes Cannabis kann stark zerbröseln. Zu feuchtes Cannabis lässt sich dagegen schwieriger gleichmäßig verteilen.

Joint drehen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Drehen eines Joints funktioniert am einfachsten, wenn zunächst alle benötigten Bestandteile vorbereitet werden.

1. Zubehör vorbereiten

Paper, Filter oder Tip und Cannabis auf einer sauberen und trockenen Unterlage bereitlegen.

Zubehör zum Joint drehen mit Cannabis, Paper, Filter und Grinder

2. Cannabis vorbereiten

Cannabis vorsichtig mit einem Grinder zerkleinern, damit eine möglichst gleichmäßige Struktur entsteht.

Zerkleinertes Cannabis in einem Grinder zur Vorbereitung eines Joints

3. Filter einsetzen

Den Filter an einem Ende des Papers platzieren.

Bei einem selbst gefalteten Tip sollte darauf geachtet werden, dass der Tip seine Form behält und sich während des Drehens nicht wieder öffnet.

Hände setzen einen Filter an das Ende eines Papers zum Joint drehen

4. Cannabis gleichmäßig verteilen

Cannabis entlang des Papers verteilen. Direkt neben dem Filter sollte kein großer Hohlraum entstehen.

Hände verteilen Cannabis gleichmäßig entlang eines Papers mit Filter

5. Form herstellen

Das Paper vorsichtig zwischen den Fingern hin- und herbewegen. Dadurch verteilt sich das Cannabis gleichmäßiger und nimmt eine längliche Form an.

Hände rollen das Paper gleichmäßig um Cannabis und Filter

6. Paper einrollen

Die untere Papierkante vorsichtig um das Cannabis legen und das Paper anschließend gleichmäßig weiterrollen.

7. Paper verschließen

Den Klebestreifen des Papers schließen. Dabei sollte das Paper nicht zu stark gezogen werden, damit es nicht reißt.

Hände drehen das offene Ende eines fertig gerollten Joints vorsichtig ein

8. Offenes Ende schließen

Herausgefallenes Cannabis vorsichtig zurück in den Joint geben. Das offene Ende kann anschließend leicht eingedreht werden, damit beim Aufbewahren kein Cannabis herausfällt.

Wie viel Cannabis kommt in einen Joint?

Eine universelle Menge gibt es nicht. Die passende Menge Cannabis hängt von der Größe des Papers, der Breite des Filters und der gewünschten Form des Joints ab.

Die wichtigste Regel lautet: Das Paper sollte nicht überfüllt werden.

Zu viel Cannabis macht das Drehen schwieriger und kann dazu führen, dass das Paper reißt.

Zu wenig Cannabis kann dagegen dazu führen, dass der Joint instabil wird oder Hohlräume entstehen.

Für Anfänger ist es meistens einfacher, zunächst etwas weniger Cannabis zu verwenden und es gleichmäßig über die Länge des Papers zu verteilen.

Warum wird ein Joint manchmal ungleichmäßig?

Ein Joint wird häufig dann ungleichmäßig, wenn das Cannabis innerhalb des Papers nicht gleichmäßig verteilt wurde.

Typische Ursachen sind:

  • Cannabis wurde unterschiedlich stark zerkleinert,
  • an einer Stelle befindet sich zu viel Cannabis,
  • neben dem Filter entstehen Hohlräume,
  • beim Drehen wird unterschiedlich viel Druck ausgeübt,
  • der Filter sitzt schief,
  • das Paper ist zerknittert oder beschädigt.

Vor dem endgültigen Verschließen des Papers sollte das Cannabis deshalb noch einmal möglichst gleichmäßig verteilt werden.

Häufige Fehler beim Drehen eines Joints

Zu viel Cannabis: Ein überfülltes Paper lässt sich nur schwer schließen und kann reißen.

Zu starkes Pressen: Ein sehr fest gerollter Joint kann ungleichmäßig werden.

Cannabis ist zu grob: Große Stücke erschweren eine gleichmäßige Form.

Der Filter sitzt locker: Wenn sich der Filter bereits beim Drehen verschiebt, wird häufig auch der Joint schief.

Das Paper ist nass oder beschädigt: Feuchte oder eingerissene Papers verlieren ihre Stabilität und lassen sich schlechter drehen.

Vergleich zwischen Zubehör zum selbst Joint drehen und fertigen Pre-Roll Cones

Joint selbst drehen oder Pre-Roll?

Ein Pre-Roll ist ein bereits fertig gedrehter Joint.

Beim selbst gedrehten Joint können Paper, Filter, Größe und Menge des Cannabis individuell gewählt werden.

Kriterium

Selbst gedrehter Joint

Pre-Roll

Vorbereitung

erforderlich

kaum erforderlich

Zubehör

Paper und Filter notwendig

bereits fertig

Cannabis-Menge

individuell wählbar

vorgegeben

Form

individuell

bereits vorgegeben

Aufwand

höher

gering

Für Anfänger

etwas Übung notwendig

einfacher

Der größte Vorteil eines Pre-Rolls ist die einfache Handhabung. Beim selbst gedrehten Joint besteht dagegen mehr Kontrolle über Paper, Filter, Form und die Menge des Cannabis.

Joints richtig aufbewahren

Vorgedrehte Joints sollten trocken, dunkel und möglichst vor starken Temperaturschwankungen geschützt aufbewahrt werden.

Ein sauberer und gut schließender Behälter kann Cannabis vor Feuchtigkeit, Licht und mechanischen Beschädigungen schützen.

Direkte Sonneneinstrahlung und starke Hitze sollten vermieden werden. Auch eine zu hohe Feuchtigkeit ist ungünstig, da sie die Beschaffenheit des Cannabis beeinträchtigen kann.

Joints und die rechtliche Einordnung in Deutschland

Der Begriff „Joint“ allein entscheidet nicht über den rechtlichen Status des enthaltenen Cannabis.

Das deutsche Konsumcannabisgesetz (KCanG) enthält eine eigene Definition von Cannabis sowie bestimmte Ausnahmen, beispielsweise für CBD, Vermehrungsmaterial und Nutzhanf.

Für Nutzhanf nennt § 1 KCanG besondere Voraussetzungen. Dabei spielen unter anderem der THC-Gehalt, der Verwendungszweck und weitere gesetzliche Kriterien eine Rolle.

Ein bestimmter THC-Wert allein erlaubt deshalb nicht automatisch eine abschließende rechtliche Bewertung eines Produkts.

Für Cannabis, das unter das KCanG fällt, gelten eigene Besitzregelungen.

Erwachsene dürfen in Deutschland grundsätzlich bis zu 25 Gramm Cannabis außerhalb ihres Wohnsitzes besitzen. Am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt sind unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zu 50 Gramm Cannabiszulässig.

Auch der Konsum von Cannabis ist nicht überall erlaubt.

Nach § 5 KCanG bestehen unter anderem Einschränkungen:

  • in unmittelbarer Gegenwart von Minderjährigen,
  • in Schulen,
  • auf Kinderspielplätzen,
  • in Kinder- und Jugendeinrichtungen,
  • in bestimmten öffentlich zugänglichen Sportstätten,
  • sowie in weiteren gesetzlich festgelegten Bereichen.

Für gewerbliche Anbieter ist außerdem wichtig, dass Werbung und Sponsoring für Cannabis nach § 6 KCanG besonderen gesetzlichen Beschränkungen unterliegen beziehungsweise verboten sind.

Quellen

Konsumcannabisgesetz (KCanG), § 1 – Begriffsbestimmungen
Offizielle Definitionen von Cannabis, THC, CBD und Nutzhanf. § 1 KCanG nennt für bestimmte Fälle bei Nutzhanf unter anderem einen THC-Gehalt von höchstens 0,3 %.
§ 1 KCanG – Gesetze im Internet

Konsumcannabisgesetz (KCanG), § 3 – Erlaubter Besitz von Cannabis
Regelt den erlaubten Besitz für Erwachsene: bis zu 25 g Cannabis außerhalb des Wohnsitzes und bis zu 50 g Cannabisam Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt.
§ 3 KCanG – Gesetze im Internet

Konsumcannabisgesetz (KCanG), § 5 – Konsumverbot
Regelt, wo der Konsum von Cannabis verboten ist, unter anderem in unmittelbarer Gegenwart Minderjähriger, in Schulen, auf Spielplätzen und in bestimmten öffentlichen Bereichen.
§ 5 KCanG – Gesetze im Internet

Konsumcannabisgesetz (KCanG), § 6 – Allgemeines Werbe- und Sponsoringverbot
Werbung und jede Form des Sponsorings für Cannabis und Anbauvereinigungen sind verboten.
§ 6 KCanG – Gesetze im Internet

Bundesministerium für Gesundheit – Fragen und Antworten zum Cannabisgesetz
Offizielle Informationen zum Cannabisgesetz, zu Konsumregeln und zum Gesundheitsschutz. Das BMG weist darauf hin, dass Cannabisrauch toxische und krebserregende Substanzen enthalten kann.
BMG – Fragen und Antworten zum Cannabisgesetz

FAQ:

Was braucht man zum Drehen eines Joints?
Zum Drehen eines Joints werden grundsätzlich Paper, ein Filter oder Tip und Cannabis benötigt. Ein Grinder und ein Rolling Tray können die Vorbereitung zusätzlich erleichtern.
Kann man einen Joint ohne Filter drehen?
Technisch ist das möglich. Ein Filter oder Tip stabilisiert jedoch ein Ende des Joints und erleichtert dadurch das gleichmäßige Drehen.
Braucht man einen Grinder für einen Joint?
Ein Grinder ist nicht zwingend erforderlich. Ein Grinder hilft jedoch dabei, Cannabis gleichmäßig zu zerkleinern und anschließend besser im Paper zu verteilen.

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