Brownies und Cookies kennt fast jeder, der schon einmal nach Rezepten mit Cannabisbutter gesucht hat. Doch Butter kann in der süßen Küche deutlich mehr. Besonders spannend wird es, wenn aus der klassischen Backzutat kleine Pralinen, Schoko-Bites und andere Süßigkeiten entstehen.
In diesem Guide geht es deshalb nicht noch einmal um Brownies, Space Cookies oder Bananenbrot. Stattdessen zeigen wir sieben neue Ideen für Cannabis-Süßigkeiten, bei denen Cannabisbutter kulinarisch sinnvoll eingesetzt werden kann.
Wichtig: Die Rezepte setzen bereits vorbereitete Cannabisbutter voraus. Wie Cannabisbutter grundsätzlich funktioniert, erklären wir ausführlich in unserem Guide „Rezepte mit Cannabisbutter“.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Cannabisbutter besonders gut zu bestimmten Süßigkeiten passt
- Welche Süßigkeiten eignen sich für Cannabisbutter?
- 7 neue Cannabis-Süßigkeiten mit Cannabisbutter
- Cannabisbutter gleichmäßig verarbeiten
- Aufbewahrung und Sicherheit
- Rechtlicher Hinweis für Deutschland
- Quellen
Warum Cannabisbutter besonders gut zu bestimmten Süßigkeiten passt
Cannabisbutter besteht – wie klassische Butter – überwiegend aus Fett. Deshalb funktioniert sie besonders gut in Rezepten, die ohnehin eine fetthaltige Komponente benötigen.
Dazu gehören beispielsweise Schokolade, Nusscremes, Marzipan, Trüffelmassen und No-Bake-Desserts.
Nicht jede Süßigkeit ist dagegen automatisch für Butter geeignet.
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Süßigkeit |
Eignung für Cannabisbutter |
Warum? |
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Pralinen & Trüffel |
sehr gut |
Fett lässt sich gleichmäßig einarbeiten |
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Peanut Butter Cups |
sehr gut |
Nusscreme und Butter verbinden sich problemlos |
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Schoko-Bark |
gut |
kleine Buttermengen lassen sich einarbeiten |
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No-Bake-Bites |
sehr gut |
keine hohen Backtemperaturen nötig |
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Marzipan-Konfekt |
sehr gut |
weiche, fetthaltige Masse |
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Gummies |
eher ungeeignet |
Fett und Frucht-/Gelatinemasse können sich trennen |
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Hartbonbons & Lollis |
eher ungeeignet |
sehr hohe Zuckertemperaturen und Fett passen technisch schlecht zusammen |
Gerade bei Gummies verwenden viele Rezepte deshalb Cannabisöl oder andere flüssige Grundlagen statt Butter.
Für einen Artikel über Cannabis-Süßigkeiten mit Cannabisbutter sind Pralinen und kleine Confiserie-Rezepte daher die spannendere Richtung.
Welche Süßigkeiten eignen sich für Cannabisbutter?
Cannabisbutter eignet sich besonders gut für Süßigkeiten, bei denen Butter oder andere Fette ohnehin ein fester Bestandteil des Rezepts sind. Dadurch lässt sie sich meist unkompliziert in die Masse einarbeiten, ohne Konsistenz oder Geschmack stark zu verändern.
Besonders geeignet sind zum Beispiel:
- Pralinen und Trüffel
- Schokolade und Chocolate Bark
- Peanut Butter Cups
- Marzipan-Konfekt
- No-Bake-Bites
- gefüllte Datteln
- Kokos- oder Nusskugeln
Weniger praktisch ist Cannabisbutter dagegen für sehr wasserreiche Süßigkeiten wie Gummies oder für Hartbonbons, bei denen mit sehr hohen Temperaturen gearbeitet wird. Hier können andere Grundlagen technisch besser geeignet sein.
7 neue Cannabis-Süßigkeiten mit Cannabisbutter
1. Pistazien-Marzipan-Pralinen
Marzipan gehört zu den einfachsten Grundlagen für selbstgemachtes Konfekt. Gleichzeitig harmonieren Pistazien, dunkle Schokolade und eine leichte Orangennote hervorragend miteinander.
Zutaten für etwa 15 Pralinen:
- 200 g Marzipanrohmasse
- 30 g Butter insgesamt
- 40 g fein gehackte Pistazien
- 150 g dunkle Schokolade
- etwas Abrieb einer Bio-Orange
Die vorgesehene Buttermenge kann teilweise aus bereits vorbereiteter Cannabisbutter bestehen. Die restliche Menge wird mit normaler Butter ergänzt.
Zubereitung:
Marzipan, weiche Butter, Pistazien und Orangenabrieb miteinander verkneten. Kleine Kugeln formen und etwa 30 Minuten kaltstellen.
Anschließend die Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen und die Kugeln darin wenden. Auf Backpapier vollständig fest werden lassen.
Das Ergebnis erinnert eher an hochwertige Confiserie als an klassische Cannabis-Backwaren.

2. Schokoladen-Brigadeiros
Brigadeiros stammen ursprünglich aus Brasilien. Die kleinen Schokoladenkugeln werden aus Kondensmilch, Kakao und Butter hergestellt und sind damit eine interessante Alternative zu klassischen Trüffeln.
Zutaten:
- 1 Dose gezuckerte Kondensmilch
- 25 g Butter insgesamt
- 25 g ungesüßtes Kakaopulver
- 1 Prise Salz
- Kakaopulver, Kokosraspeln oder gehackte Pistazien zum Wälzen
Kondensmilch, Kakao und Butter bei niedriger Temperatur langsam erhitzen und ständig rühren.
Sobald die Masse deutlich dicker wird und sich beim Rühren vom Topfboden löst, vom Herd nehmen.
Abkühlen lassen, anschließend kleine Kugeln formen und beispielsweise in Pistazien oder Kakao wälzen.

3. Dark Chocolate Peanut Butter Cups
Die Kombination aus dunkler Schokolade, Erdnusscreme und einer kleinen Prise Salz funktioniert besonders gut, weil die Cannabisbutter vollständig in der cremigen Füllung verarbeitet werden kann.
Zutaten:
- 200 g dunkle Schokolade
- 100 g cremige Erdnussbutter
- 25 g Butter insgesamt
- 1 TL Ahornsirup
- eine kleine Prise Meersalz
Die Hälfte der Schokolade schmelzen und dünn in kleine Silikonformen geben.
Kurz kaltstellen.
Erdnussbutter, Butter, Ahornsirup und Salz verrühren und jeweils eine kleine Menge auf die Schokoladenschicht geben.
Mit der restlichen geschmolzenen Schokolade verschließen und vollständig auskühlen lassen.

4. Orangen-Pistazien-Schoko-Bark
Chocolate Bark ist eine dünne Schokoladenplatte, die nach dem Abkühlen in unregelmäßige Stücke gebrochen wird.
Zutaten:
- 250 g dunkle Schokolade
- 20 g Butter insgesamt
- 30 g Pistazien
- etwas getrocknete Orangenschale
- wenige Meersalzflocken
Schokolade langsam im Wasserbad schmelzen. Die Butter sorgfältig unterrühren.
Anschließend dünn auf Backpapier verteilen und mit Pistazien, Orangenschale und wenigen Salzflocken bestreuen.
Nach dem vollständigen Festwerden in Stücke brechen.
Tipp: Soll eine Süßigkeit möglichst gleichmäßig portioniert werden, sind kleine Silikonformen besser geeignet als unregelmäßig gebrochene Stücke.
5. Kokos-Limetten-Trüffel
Wer keine schwere Schokoladensüßigkeit möchte, kann Cannabisbutter mit Kokos und Limette kombinieren.
Zutaten:
- 150 g Kokosraspeln
- 120 g gezuckerte Kondensmilch
- 25 g Butter insgesamt
- Abrieb einer Bio-Limette
- zusätzliche Kokosraspeln zum Wälzen
Alle Zutaten zu einer festen Masse vermengen.
Die Mischung mindestens 30 Minuten kaltstellen. Danach kleine Kugeln formen und in Kokosraspeln rollen.
Die Limette bringt eine frische Säure in die ansonsten sehr süße Kokosmasse.
6. No-Bake Raspberry Cheesecake Bites
Hier steckt die Butter nicht in der Creme, sondern im knusprigen Boden.
Zutaten:
- 150 g Butterkekse
- 40 g Butter insgesamt
- 250 g Frischkäse
- 50 g Puderzucker
- einige Himbeeren
- etwas Vanille
Butterkekse sehr fein zerbröseln und mit geschmolzener Butter vermengen.
Die Mischung in kleine Silikonformen drücken.
Frischkäse mit Puderzucker und Vanille verrühren und auf dem Boden verteilen. Mit einer Himbeere abschließen und anschließend gut kühlen.
Damit entsteht eine völlig andere Art von Cannabis-Süßigkeit: cremig, frisch und ohne klassisches Backen.

7. Schokolierte Medjool-Datteln mit Mandelcreme
Eine der einfachsten Varianten benötigt nur wenige Zutaten.
Zutaten:
- 10 Medjool-Datteln
- 80 g Mandelmus
- 15 g Butter insgesamt
- 120 g dunkle Schokolade
- etwas Meersalz
Datteln längs öffnen und entsteinen.
Mandelmus und weiche Butter gründlich vermengen und die Datteln damit füllen.
Anschließend teilweise oder vollständig in geschmolzene dunkle Schokolade tauchen und mit einer kleinen Prise Salz bestreuen.
Nach dem Abkühlen entsteht ein weicher Kern mit knackiger Schokoladenhülle.
Cannabisbutter gleichmäßig verarbeiten
Bei selbst hergestellten Edibles ist nicht nur das Rezept entscheidend. Auch die gleichmäßige Verteilung der Butter innerhalb der Masse spielt eine wichtige Rolle.
Gerade bei kleinen Süßigkeiten sollte deshalb besonders sorgfältig gerührt und portioniert werden.
Bei hausgemachten Cannabisprodukten kann die Konzentration der enthaltenen Cannabinoide stark variieren. Deshalb geben wir bei diesen Rezepten bewusst keine pauschalen THC-Mengen pro Stück an.
Bei oral aufgenommenem THC kann die Wirkung außerdem deutlich verzögert einsetzen. drugcom weist darauf hin, dass erste Effekte bei Edibles häufig erst nach etwa 30 bis 90 Minuten auftreten und mehrere Stunden anhalten können. Bei selbstgemachten Produkten kann zusätzlich eine ungleichmäßige Wirkstoffverteilung auftreten.
Aufbewahrung: Cannabis-Süßigkeiten immer klar trennen
Süßigkeiten können besonders leicht mit normalen Snacks verwechselt werden.
Deshalb sollten entsprechende Produkte:
- eindeutig gekennzeichnet,
- getrennt von normalen Lebensmitteln,
- in einem verschlossenen Behälter und
- für Kinder und Jugendliche unzugänglich aufbewahrt werden.
Das KCanG schreibt für Cannabis im privaten Raum ausdrücklich geeignete Schutzmaßnahmen gegen den Zugriff Dritter, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, vor.
Produkte mit Frischkäse oder anderen leicht verderblichen Zutaten gehören außerdem grundsätzlich in den Kühlschrank.
Rechtlicher Hinweis: Cannabis-Süßigkeiten in Deutschland
Beim Thema Edibles ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Die teilweise Legalisierung von Cannabis bedeutet nicht automatisch, dass THC-haltige Lebensmittel frei hergestellt oder verkauft werden dürfen.
Das Bundesgesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass THC-haltige Edibles wie Gummibärchen oder Kekse weiterhin verboten sind. Das KCanG verbietet grundsätzlich auch das Herstellen von Cannabis; zugleich gelten nur bestimmte gesetzlich definierte Ausnahmen.
Anbauvereinigungen dürfen Cannabis außerdem ausschließlich als Marihuana oder Haschisch in Reinform weitergeben. Eine Verbindung mit Lebensmitteln ist bei der Weitergabe ausdrücklich ausgeschlossen.
Dieser Beitrag dient daher der allgemeinen Information über die kulinarische Verwendung von Cannabisbutter und ersetzt keine rechtliche Beratung.

















